veza canetti
Geboren am 21. November 1897 als Veza Taubner-Calderon in Wien.
Nach dem Ersten Weltkrieg als Privatlehrerin für Englisch tätig.
Ab 1932 publiziert sie in der "Arbeiter-Zeitung" Erzählungen unter verschiedenen Pseudonymen.
Aufgrund des Vorabdrucks ihres inzwischen verschollenen Romans "Die Genießer" in einer 1934 verbotenen Parteizeitung kann das Werk nicht erscheinen.
Unter dem Pseudonym Veronika Knecht erscheint 1934 zum letztenmal in ihrem Leben eine Erzählung in Wieland Herzfeldes Zeitschrift "Neue deutsche Blätter".
Geht 1938 mit ihrem Mann Elias Canetti über Paris nach London ins Exil.
Gestorben am 1. Mai 1963 in London / Grožbritannien.
1990 bis 2001 Publikation der Werkausgabe im Hanser Verlag.

cordula bösze
flötistin, musikvermittlerin
* 1964 in bad ischl, oö
1976 - 1985 studium querflöte/konzertfach bei wolfgang schulz an der wr. musikhochschule; ausbildung in atem- stimm- und bewegungserziehung bei christa schwertsik 1989 - 1995 organisatorische mitarbeit an der konzertreihe „kulturspektakel in der stadtinitiative“ (künstlerische leitung: renald deppe) 1995 - 2001 künstlerische und konzeptionelle mitarbeit im musik- und schulprojekt „klangnetze“; gemeinsam mit hans schneider und burkhard stangl veröffentlichung des buches klangnetze, ein versuch, die wirklichkeit mit den ohren zu erfinden (pfau 2000)
1995 gründung des „böszen salonorchesters“ zur verursachung und aufführung zeitgenössischer salonmusik (2 cds, bibliothek der provinz 2000 und 2003) mit diesem ensemble und als solistin bzw. ensemblemusikerin enge zusammenarbeit mit komponist/innen (katharina klement, dieter kaufmann, friedrich keil, u. v .m.) und schriftsteller/innen (christine huber, gerhard amanshauser, andreas okopenko); kooperation mit sixpack-film wien
seit 1997 vor allem projekte im bereich der frei improvisierten musik bzw. mit elektronik zusammenarbeit u. a. mit katharina klement, manon-liu winter, elisabeth schimana, werner raditschnig, josef novotny, franz hautzinger, günther albrecht, klaus hollinetz, klaus filip
2003 eigene veranstaltungsreihe „böszer salon“ in zusammenarbeit mit dem institut für transakustische forschung wien

klaus filip
computer musiker, programmierer
* 1963
seit 1989 im experimentellen, elektronischen musikbereich taetig. studium der elektroakustik bei wolfgang musil und dieter kaufmann in wien. staendige auseinandersetzung mit dem computer als musikinstrument, woraus das "open source" softwareprojekt "lloopp" hervorgegangen ist. (lloopp.klingt.org) musikalischer und elektromechanischer vater von "bigbaby", einer performancefaehigen multimedialen skulptur von red white, gemeinsam mit cynthia schwertsik. (bigbaby.klingt.org) duo-projekt mit dem klarinettisten kai fagaschinski (berlin) "los glissandinos" (losglissandinos.klingt.org)
"tripple duo", ein dreifaches duo mit nur drei musikern an verschiedenen orten, realisiert mittels datenstream und der software lloopp (gemeinsam mit arnold haberl) (www.kunstradio.at/2004A/25_04_04.html)
weitere zusammenarbeiten mit radu malfatti, werner dafeldecker, dieb13, christof kurzmann, boris hauf, christian fennesz, jason kahn, john butcher, sabine marte, gilles aubry, noid, cordula bösze, silvia faessler, taku unami, oblaat, taku sugimoto

chris janka
musiker, bastler
*1973 in salzburg
1988 - 92 htl-maschinenbauausbildung
1993 - 95 konstrukteur bei kranfirma palfinger
1998 - 2000 lehrgang für computermusik und experimentelle musik (elak)
2000 - aufbau eines tonstudios

arbeitsauszüge:
1997 techn. leitung sommerspiele klosterneuburg/barbier v. sevilla
1998 techn. hilfeleistung für projekt der "time`s up" linz
1999 vertonung des theaterstücks "alarm" u.a. mit joseph hader, wien und salzburg
2000 vertonung der tanzperformance "99bücher+1fernseher" mit sonja schmidtlehner, wien vierkanalvertonung der tanzperformance "ex onda II" mit sonja schmidtlehner und sabina holzer, wien
vertonung einer performance von maxi schießwohl, maastricht/niederlande
2001 vierkanalvertonung der körperinstallationsperformance "der schlund" von den gelatin im marstalltheater münchen
unterstützung der gelatin beim projekt "you must stop curien!" und schlammloch in arnhem/niederlande
2002 ausstellung mit louise rath "oilslik" in ijmoiden/niederlande
2003 ausstellung mit beat spichtig "bailette de sacacorchos", wien;
unterstützug der gelatin beim projekt "arc de triumphe", sbg.
2004 unterstützung der gelatin beim projekt "otto-volante", mailand;
klanginstallation bei der ausstellung "to be continued 2"
seit 1990 als musikant bei diversen musikgruppen in sbg. und wien, u.a.:
ROH,blendwerk,beiwagen,trafo....
im tonstudio laufend cd-produktionen u.a. mit kontext, sowo, blendwerk, trafo, noel akchote...

burkhard stangl
composer/performer, guitar
* 1960
klassische gitarre, später elektrische gitarre; ethnologie, musikwissenschaft (dissertation „ethnologie im ohr“ über die wirkungsgeschichte des phonographen).
gründung der ensembles TON.ART (1985 - 1995) und des neuen musik ensembles maxixe (1991 -); solo-arbeiten; langjähriges mitglied von polwechsel und efzeg; duo mit christof kurzmann (schnee/visuals michaela grill), taku sugimoto (an oldfashioned duett) und dieb13 (eh/visuals billy roisz). kompositionen für gitarre, klavier, kammermusik (u.a. maxixe, klangforum wien); „ereignislose musik“ 1994; opernprojekt „der venusmond“ gemeinsam mit dem schriftsteller oswald egger (1997 - 2002). Von 1993-2002 mitwirkender der „klangnetze“. zahlreiche preise. konzerte und festivals weltweit.
CD/DVD/BUCH-veröffentlichungen: http://stangl.klingt.org

oliver stotz
musiker, programmierer und zusammenarbeiter * 1971 ausgebildeter filmvorführer abbruch diverser ausbildungen (dolmetsch, afrikanistik, elektronik, geographie, ELAK) seit 1971 anti-patriot

projekte:
1993 - 1998 guitarrist mit SCROOGE
seit 1994 mitglied der dilettanten-theater-gruppe VOLXTHEATER FAVORITEN
seit 1995 kollaboration mit DIEB13 (schall-plattenspieler): ® (nur live) und © (1999 "pop concrète"/cd, 2003 "altes joghurt/mp3-cd), sowie mehrere einmal-projekte 1997 - 2002 veranstalter ("der gute ton") im EKH. unter den veranstalteten bands: "ne zhdali", "dunaj", "kletka red", "les halmas", "aber das leben lebt", "mimi secue", "sabot", "toychestra" und viele weitere...
1998 "theme attack" - 6 performance-abende an 6 mittwochen, zusammen mit klaus filip (orchester 33 1/3), dieb13 (efzeg...), dent, sabine marte und gini müller - SCHAUSPIELHAUS 1999 "3 songs" für 4 diaprojektoren und pickups (live-installation) 1999 theater-musik "der himmel mein lieb" (w.schwab) und "nie wieder friede" (e.toller) mit christoph kurzmann (orchester 33 1/3) im SCHAUSPIELHAUS, wien
2000 mitarbeit am videoprojekt "die kunst der stunde ist widerstand" ("trailer", "sprung 2000" und "die kunst ist ein bärin und sie beißt, wen sie will"). eine sammlung von video-arbeiten über/gegen die rechtskonser-vative österreichische regierung seit ihrem amtsantritt im sommer 2000
seit 2000 zusammen mit christoph pajer (metamorphosis): GROUND/LIFT (2 gitarren und samples) 2001 "alpträume", performance-installation nach einem text von julio cortazar, für einen holz/latexraum und eine schauspielerin, licht und elektronische musik 2001 "die lüge der performance", eine 40-minütige video- und musik-performance inspiriert von texten von alexander brener/barbara schurz. polemik über den privaten und den politischen körper
2002 "fast" mit der video-künstlerin billy roisz ("GNU "), sound liefert den input in den video-mixer und generiert abstrakte bilder. beitrag zur video-performance "pfeile/raster/blüten" mit jan machacek und sabine marte 2002 "executive ensemble" - frühe arbeiten von steve reich: mit gerlinde fritz, arnold haberl, martin brandlmayer, john norman, günther castanetti
seit 2003 gitarrist bei le charmant rouge. (2004 "post no bill"/cd)
2003: "der kopf des vitus bering", versoundete lesung des romans von konrad bayer: mit alex wallner (git), oliver stotz (electronics) und bernd remsing (reading)

Software:
für MAX/MSP (MacOS):
1999 - 2001 einige module für "lloopp", ein modulares sampling-tool von klaus filip, boris hauf etc.
2000 "omnichord deluxxxe" - step-sequencing & live-improvisations-tool für PD (linux)
seit 2001 zusammen mit dieb13 und chris kummerer:"loopool" (sound-improvising-tool) for PD (win/linux)
2003 "live-builder" - ein abgespecktes "loopool" derivat, baut auf dem "jamman"- prinzip auf

besonderen dank an
bernhard hausegger